Webdesign-Angebote vergleichen: 10 Punkte vor dem Auftrag
Ein Angebot über 900 Euro, das andere über 4.000 Euro, und beide heißen Webseite. Mit diesen zehn Punkten sehen Sie, was wirklich drinsteckt.
Warum die Preise so weit auseinanderliegen
Webdesign ist kein genormtes Produkt. Hinter demselben Wort steckt eine angepasste Vorlage oder eine Seite, die für Ihre Leistungen, Ihre Region und Google geplant wird. Eine Agentur mit Projektleitung, Designer und Entwickler rechnet außerdem anders als ein Einzelunternehmer.
Ein hoher Preis ist nicht automatisch besser, ein niedriger nicht automatisch schlecht. Entscheidend ist, was im Angebot steht.
Die 10 Punkte im Überblick
- Festpreis oder Stundensatz: Steht ein fester Betrag im Angebot oder nur eine Schätzung?
- Umfang: Wie viele Seiten und welche Funktionen sind enthalten?
- Texte und Bilder: Schreibt der Anbieter die Texte, oder liefern Sie alles selbst?
- Handy-Ansicht: Wird die Seite für Smartphones gebaut und getestet?
- SEO-Grundlagen: Sind Seitentitel, Beschreibungen, Ladezeit und Search Console dabei?
- Rechtliches: Wer kümmert sich um Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner?
- Laufende Kosten: Was kommt jedes Jahr für Hosting, Domain, Pflege und Lizenzen dazu?
- Eigentum: Gehören Domain, Hosting-Zugang und Webseite Ihnen?
- Änderungen: Wie viele Korrekturrunden sind enthalten, und was kostet eine Änderung nach dem Start?
- Zeitplan und Ansprechpartner: Wann ist die Seite online, und wer ist Ihr fester Kontakt?
Kosten, die im Angebot oft fehlen
Manche Angebote sehen günstig aus, weil Posten fehlen, die später trotzdem anfallen. Fragen Sie gezielt nach:
- Jährliche Lizenzen für Premium-Plugins oder Themes
- Bildrechte und Stockfotos
- Aufpreis für Hosting über den Anbieter
- Stundensatz für Änderungen nach dem Start
- Gebühren für die Herausgabe von Zugangsdaten
Fragen, die Sie stellen sollten
- Können Sie mir zwei oder drei aktuelle Projekte zeigen, die online sind?
- Was passiert, wenn mir der erste Entwurf nicht gefällt?
- Wer kümmert sich nach dem Start um Sicherheitsupdates?
- Bekomme ich alle Zugänge, auch wenn wir später nicht mehr zusammenarbeiten?
So sieht ein faires Angebot aus
Ein faires Angebot nennt den Umfang Seite für Seite, einen festen Preis, die laufenden Kosten und einen Zeitplan. Bei mir steht das schriftlich fest, bevor ich anfange: Ein One-Pager kostet 499 Euro, mit Online-Terminbuchung 799 Euro, mehrere Seiten ab 1.490 Euro. Größere Änderungen nach dem Start berechne ich nach Aufwand, ebenfalls mit Festpreis vorab.
Angebot liegt schon vor?
Schicken Sie es mir. Ich sage Ihnen kostenlos, ob etwas Wichtiges fehlt.
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Ist der günstigste Anbieter eine schlechte Wahl?
Nicht unbedingt. Prüfen Sie, ob Umfang, Texte, Handy-Ansicht und laufende Kosten vergleichbar sind. Beim günstigsten Angebot fehlen oft Posten, die später nachkommen.
Festpreis oder Abrechnung nach Stunden?
Für eine neue Webseite ist ein Festpreis meist besser, weil Sie die Kosten vorher kennen. Nach Stunden abzurechnen passt für kleine, offene Aufgaben.
Was sollte mir am Ende gehören?
Die Domain, der Hosting-Zugang, die Webseite selbst und alle Texte und Bilder, für die Sie bezahlt haben.
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Zwei bis drei reichen. Geben Sie jedem Anbieter dieselben Informationen, damit die Angebote vergleichbar sind.
Angebote vergleichen? Ich schaue sie mir an.
Schreiben Sie mir kurz, was Ihr Betrieb macht. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und ein schriftliches Angebot. Kostenlos und unverbindlich.
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